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Artikel
Merkwürdige Dinge geschehen in
Berlin. Am 25. Juni gab ich meinen
Pass dem Bundestagsabgeordneten
Hartwig Fischer (CDU), der gemeinsam
mit der Abgeordneten Gabriele
Groneberg (SPD) die sechsköpfige
Delegation des Bundestages leiten
sollte. Ich war als Grünhelm
eingeladen, die Delegation nach
Darfur (Nyala/Geneina, Kutum) zu
begleiten. Schließlich kenne ich
die Region Darfur aus der Zeit 1986
bis 1991 und dann später 1995ff. [mehr...]
Wir haben es vielleicht vergessen,
weil es im Getöse des
Aktualitätstheaters nicht auffällt.
Im September 2000 haben sich sage
und schreibe 189 Staats- und
Regierungschefs am Sitz der UNO in
New York getroffen, um etwas ganz
Großes zu beschließen: Die
Halbierung der extremen Armut bis
zum Jahre 2015. Unter den 189
Staatschefs war auch der deutsche
Bundeskanzler Gerhard Schröder. Ganz
sicher hat die engagierte
Bundesministerin Heidemarie
Wieczorek-Zeul an der Rede des
Bundeskanzlers mitgewirkt. [mehr...]
Wenn in der Sommerhitze 2003 in
Mittel- und West Europa durch
extreme Hitze innerhalb von wenigen
Wochen 12.000 Menschen starben, ist
das eine große und breit getretene
Nachrichtengeschichte.
Wenn die Hitze auf uns herabkommt,
so beschrieb es eine Kommentatorin
in der größten Zeitung Europas: „it
is often the built envorinment that
turns uncomfortable conditions into
mortal dangers“ (Katherine Kaufer
Christoffel: Deadly temperatures.
Modify cities to save lives in heat
waves, IHT 29.8.03). Dann werden
alle möglichen Anstrengungen
gemacht, unsere gebaute Umwelt so zu
verändern, daß das uns nicht mehr
passiert. [ mehr...]
Es geschieht täglich und nächtlich
neu unter den Augen der Welt in
Hebron, der Stadt mit dem Grab des
großen Völker- und Religionsvaters
Abraham, was den Protest aller
Menschen guten Willens herausfordern
muß. Es hilft auch kein Rückzug auf
irgendwelche Abkommen oder
Vereinbarungen, der Zustand, in dem
sich uns die Innenstadt von Hebron
darbietet, spottet jeder
wahrhaftigen Beschreibung und jagt
die Bedeutung von Religion als
Bindung zu dem einen großen Gott,
Schöpfer des Himmels und der Erde in
die Luft. Mit Norbert Blüm und dem
Rechtsanwalt Winfried Seibert war
ich am 10 Dezember in Hebron,
begünstigt durch eine zeitweilige
Aufhebung der totalen Ausgangssperre
auf dem Wege von Beit Sahour nach
Beit Jala und dann Hebron. [ mehr...]
Eine Entwicklungspolitik, die nach
35 Jahren sich und ihre Ziele immer
noch harmonisieren und koordinieren
muß, ist gemeingefährlich. Von den
Papieren, die die Entwicklungs-
Politik dazu veröffentlicht,
seitenlang, kann ich nur sagen, daß
mich das alte Gähnen ankommt. Als
ehemaliger Linker, dem bewußt ist,
daß man Gutes, also auch die
Halbierung der Armut nur tun kann,
wenn man es tut, wird Konrad
Melchers mir zustimmen. Was der
Helmut Asche da schreibt mit dem
pompösen Untertitel: “Die neuen
Strategien gegen die Armut und der
transatlantische Wettstreit der
Systeme“ ist nicht mehr Otto
Normalverbraucher verständlich zu
machen. [ mehr...]
Prof. Dr. Winfried Pinger: Massenhafte extreme Armut in den Entwicklungsländern - ein Skandal.
Jeder fünfte Mensch auf der Erde, insgesamt 1,2 Milliarden Menschen, leben in extremer Armut und haben weniger als 1 US Dollar am Tag zum Leben. In den Entwicklungsländern ist es jeder vierte. Davon hungern 800 Millionen Menschen jeden Tag, mehr als 24.000 verhungern täglich.
Das ist ein Skandal für die Menschheit und ein Beweis für das Versagen der Entwicklungspolitik der letzten 40 Jahre. Enorme finanzielle Mittel sind in die falschen Hände von „Eliten“ gelangt, haben korrupte Staatsbürokratien geschaffen und Entwicklungsruinen hinterlassen. Unten bei den Ärmsten kam die Hilfe selten an. [mehr...]
Rupert Neudeck: Der größte Flop der Entwicklungspolitik. Halbierung der Weltarmut und wie man sie auf keinen Fall erreicht!
Das Problem der beißenden und reißenden Weltarmut und Menschheitshungers für 1,2 Milliarden Menschen wird uns in den nächsten Jahren des 21. Jahrhunderts nicht mehr verlassen.
In Lampedusa, der dem afrikanischen Kontinent vorgelagerten Insel wurde die Bevölkerungszahl der Insel durch die, die an die Küsten geklettert sind, schon überholt: 6120 Bewohner hat die Insel. Die Küsten von Gran Canaria, von Teneriffa, von Melilla, Tarifa liegen manchmal schon jetzt voll von Leichen, die bleich geworden sind durch das salzige Meerwasser. Schaut man genauer hin, sind es aber alle Schwarzafrikaner, die da tot angeschwemmt worden sind. Viele Schwarzafrikaner geben sich in die Hände von geldgierigen Fluchthändlern, die sich eine goldene Nase darüber wachsen lassen und begeben sich auf die gefährliche Seepassage zwischen Gibraltar und Afrika, zwischen der Küste Nordafrikas und den Gestaden Siziliens. [mehr...]
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